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sieben Stunden Live-Übertragung per Satellit aus dem BUNDESMINISTERIUM der Justiz und für Verbraucherschutz

Wenn die Lokführer auch streiken, auf uns ist Verlass. Als sich die Züge in fast ganz Deutschland keinen Zentimeter vorwärts bewegten, war für uns alles andere als Stillstand angesagt. Im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) übertrugen wir das Symposium zum Thema „Scoring“ live ins Web. Frei nach der Devise: „Wenn die Gäste nicht zur Veranstaltung kommen können, bringen wir die Veranstaltung eben zu den Gästen“ sendeten wir sieben Stunden lang live aus dem Berliner Ministerium.

Der Veranstaltungsort war dabei für uns kein unbekanntes Terrain: Im vergangenen Jahr hatten wir bereits das Debatten- und Meinungsforum „360grad“ im Bundesjustizministerium als Streaming-Dienstleister begleitet. Da mitten im dicht bebauten Berliner Regierungsviertel kein Stellplatz mit freier Südsicht für unseren Übertragungswagen verfügbar war, griffen wir wie schon bei der letzten Übertragung auf unsere mobile Satellitenschüssel zurück. Diese hatten wir wieder hoch oben auf dem Dach des Ministeriums angebracht. Sie erlaubte uns, eine stabile, breitbandige Internetverbindung für den Livestream herzustellen. Damit waren wir komplett unabhängig vom Internetangebot vor Ort und konnten während der gesamten siebenstündigen Veranstaltung einen ununterbrochenen Livestream absetzen. Wenn die Bahn also schon nicht mobil machte, so beförderten wir über unsere Satelliten-Verbindung zumindest jede Menge Datenvolumen ins Netz.

Fünf Stockwerke unterhalb der Satellitenschüssel, im Erdgeschoss des Bundesministeriums, spielte sich indessen das Symposium ab. Nach Grußworten der Staatssekretäre Ulrich Kelber und Dr. Günter Krings nahmen Vertreter von Kreditinstituten, Auskunfteien, Handel, Datenschutzaufsicht und Verbrauchenzentralen in einzelnen Vorträgen Stellung zur aktuellen Scoring-Studie. Den Abschluss des Symposiums bildete eine Podiumsdiskussion, die von Frederick Richter, Vorstand der Stiftung Datenschutz, moderiert wurde.

Anders als die Referenten und Diskutanten auf der Bühne wurde unser Team im Hintergrund aktiv: Sämtliche Programmpunkte filmten wir mit zwei Full HD-Kameras, deren Videoaufnahmen wir direkt vor Ort zusammenschnitten und für die Live-Übertragung encodierten. Neben dem Videobild banden wir auch die Präsentationsfolien der einzelnen Sprecher in den Livestream ein. Dafür hatten wir zuvor virtuelle Kamerasets in Gestalt eines Split Screens definiert, der zugleich den Sprecher und die aktuelle Folie zeigte. Wer also aufgrund des Bahnstreiks nicht zum Symposium reisen konnte, der hatte dank unseres Livestreams trotzdem alle relevanten Informationen immer im Blick.

Zu sehen gab es den Livestream übrigens auf der Website des Bundesministeriums, wo er auch heute noch abrufbar ist. Über einen Embed Code, den wir dem Auftraggeber vorab zur Verfügung gestellt hatten, konnte der Videoplayer einfach und bequem in die Website integriert werden. Die Internetredaktion des Ministeriums macht dabei eindrucksvoll vor, wie sich ein Videoplayer perfekt ins Layout einer Online-Präsenz einfügen kann. Außerdem demonstriert sie, wie Videostreaming und Soziale Medien smart miteinander verknüpft werden können. Direkt unter dem Videoplayer werden die Tweets zum Symposium mit dem Hashtag #scoring2015 angezeigt. Die zahlreichen Live-Kommentare der Twitterer lassen vermuten, dass unser Livestream von der Online Community rege genutzt wurde ;-)

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